“… meine Frau ist übrigens Juristin!”
Erstaunlich, dass der Posende mir nicht noch verraten hat, auf welcher Stufe der Karriereleiter sich seine Frau zwischenzeitlich befindet. Ich meine - die Bandbreite ist schließlich enorm: Von Studentin über Referendarin bis hin zur berufserfahrenen Volljuristin ist da alles drin. Aber diese Info kommt dann sicher beim nächsten Wadenbiss.
...vielleicht wird der Kollege in einer Verhandlungssitzung dem gegnerischen Anwalt auch sagen:"Sie sind ja erst drei Jahre im Beruf, machen sie lieber erstmal Ihre Erfahrungen, bevor Sie einem alten Hasen wie mir sagen wollen, wo es lang geht.”
Solche Dünkel schaden den alltäglichen Umgang im Beruf. Auf die Äußerung des Mandaten hätte ich zurückgefragt “ja, und???”, und sein “juristisches Halbwissen” kann man sich schonmal anhören und ggf. als unangemessen zurückweisen.
Die Juristerei ist ein äußerst komplexes Geschäft, in dem der Laie sich unmöglich zurecht finden kann. Gerade deshalb hat man dergleichen Überheblichkeit doch wirklich nicht nötig.