ist so ein subtiles Wort. Es geißelt die Engstirnigen und Erbsenzähler und es macht den Äußernden gravitätisch, solenn. Hört man das Wort allerdings in der politische Debatte, so ist es zumeist Ausdruck des Populismus, der Unwissenheit, des Auf-Linie-Bringens. Vor allem wenn es aus dem Munde von Jürgen Schreier, seines Zeichens Vorsitzender der saarländischen CDU-Landtagsfraktion, stammt und im Kontext der Diskussion um die Einschränkung von Freiheitsrechten verwendet wird.
CDU-Fraktionschef Jürgen Schreier bezeichnete die Diskussion über Freiheitsrechte als “kleinlich”. Es sei fahrlässig, die Polizei “in einen ungleichen Kampf” mit den Terroristen zu schicken. (
Heise online zur Haushaltsdebatte im BT)
Wegen einer Vielzahl von “kleinlichen” Zeitgenossen, lieber Herr Schreier, haben auch Sie die Freiheit, sich heute zu Dingen äußern zu dürfen, von denen Sie augenscheinlich keinerlei Ahnung haben. Zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort hätten Sie diese Freiheit nicht.
Was momentan in Deutschland passiert, kann man nicht mehr glauben, das könnte auch insgesamt aus den Abendnachrichten in Nordkorea, wohl nicht mal mehr aus China, stammen.